Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der beiden Unterarten des Zebrafinken sind Australien und die Kleinen Sunda-Inseln.
Die Norminatform, der Timor-Zebrafink (lat.: Taeniopygia guttata guttata), besiedelt die Kleinen Sunda-Inseln, während der Australische Prachtfink (lat.: Taeniopygia guttata castanotis), wie sein Name schon verrät, einen großen Teil des Subkontinent besiedelt. Ausgenommen sind Tasmanien, die tropischen Regenwäldern und Küsten des Nordostens, die im Winter kalten und feuchten Küstenstrichen im Süden und die geschlossenen Waldgebieten im Osten. Die in Deutschland meist gezüchteten Zebrafinken stammen von der australischen Unterart ab. Da Australien keine Zebrafinken mehr exportiert, sind alle “australischen” Zebrafinken in unseren Gefilden Nachzuchten.
Der Zebrafink liebt, als Steppenvogel, trockene Bereiche mit Wasserstellen in der Nähe. Er kommt gut mit der Trockenheit und den teilweise tiefen und sehr hohen Temperaturen des australischen Outbacks zurecht. Trotz der Fähigkeit lange ohne Wasser überleben zu können, mögen es die Vögel mehrmals täglich zu baden und an Wasserstellen zu trinken. Allerdings verträgt er keine dauerhafte Nässe und Temperaturen unter 6°C, was ihn in seiner Verbreitung einschränkt. Doch Zebrafinken haben sich diesem Umstand durch hohe Mobilität, sowie ganzjährige Paarungs- und Brutbereitschaft angepasst. Als Samenfresser sucht er nach für ihn geeigneten Gebieten, welche durch die Regenzeit zum Leben erweckt werden. Dabei beginnt er mit der Paarung, sobald der erste Regen fällt. Dieses Verhalten sichert ihm ein reichhaltiges Nahrungsangebot während der Brut- und Aufzuchtszeit.




