Zebrafinken sinnvoll beschäftigen

In der freien Natur verbringen Zebrafinken den Großteil des Tages mit der Futtersuche. Auch die gegenseitige Kontaktpflege ist sehr wichtig, da die Vögel ja in einem großen Schwarm leben. Zebrafinken, die als Haustiere gehalten werden, finden bei uns natürlich ganz andere Lebensbedingungen vor.

In der Käfighaltung besteht die Gefahr, dass die Vögel sich langweilen. Manchmal entwickeln sie sich zu Frustfressern, da die Futteraufnahme ihre einzige Beschäftigungsmöglichkeit ist.

Artet die Langeweile in Stress aus, dann kann dieser Zustand dazu führen, dass sich die Zebrafinken die Federn ausrupfen. Eine Paarhaltung kann der Langeweile vorbeugen. Sie reicht aber manchmal nicht aus, damit sich die Tiere wohlfühlen und sich artgemäß beschäftigen können.

Eine Gruppe von Zebrafinken hat auf Grund ihrer unterschiedlichen sozialen Kontakte schon mehr Möglichkeit, sich nicht zu langweilen. Ein abwechslungsreich eingerichteter Käfig, in welchem die Finken auch klettern und turnen können bietet ebenfalls Anreiz sich zu beschäftigen.

kleiner Schwarm

Der Käfig muss groß genug sein, damit diese unternehmungslustigen Vögel auch fliegen können. Weiterhin ist es sinnvoll, das Futter nicht einfach nur in Futterschalen zur Verfügung zur stellen. Ungespritzte Zweige, die von der Käfigdecke herabhängen, verführen zum Herumklettern und zum Beknabbern. Aus Kolbenhirse oder ebenfalls ungespritzten Gräsern müssen sich die Vögel ihr Futter Körnchen für Körnchen erarbeiten. Eine Scheibe Gurke verführt zum Herauspicken der Samen.

Inzwischen ist ja das Clickertraining für Tiere sehr bekannt und wird mit großem Erfolg auch bei Hunden und Katzen eingesetzt, um erwünschtes Verhalten zu fördern. Das Clickertraining kommt aus der Verhaltenstherapie. Verhält sich ein Tier so, wie sein Besitzer dies will, wird es sofort mit einem Click und einem Leckerbissen belohnt. Die Tiere stellen eine positive Verbndung zwischen Clicken und Belohnung her, so dass später allein ein Click schon ein positives Verhalten des Tieres verfestigt. Auch Vogelhalter experimentieren bereits mit dem Clickertraining. Bei Papageien wurden schon gute Erfahrungen damit gemacht. Wer seinen Zebrafinken mit Hilfe des Clickertrainings kleinere Übungen oder Kunststücke beibringen möchte, muss sich natürlich mit viel Geduld wappnen. Wichtig ist, dass auch der kleinste Schritt in Richtung erwünschtes Verhalten sofort mit einem Click (und einem Leckerbissen) belohnt wird.

Wer viel Zeit hat, sich mit seinen Zebrafinken zu befassen, kann diese Möglichkeit ausprobieren.


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