In den letzten Jahren hat der Zebrafink dem Wellensittich als Haustier starke Konkurrenz gemacht. Ein Zebrafink gehört zur Gruppe der Prachtfinken und erreicht eine Körperlänge von 11 cm. Die lebhaften Vögel fallen vor allem durch ihre bunte Färbung und ihr typisches „Tröten“auf, das witzig klingt, aber nicht zu laut ist. Normalerweise sind Zebrafinken robuste und lelcht züchtbare Vögel. Die meisten der bei uns gehaltenen Tiere stammen ursprünglich aus Australien und leben dort in großen Schwärmen.

Damit sind wir gleich bei einem sehr wichtigen Punkt, nämlich der Haltung von Zebrafinken. Sie sollten als Schwarmvögel niemals einzeln gehalten werden. Da sie sehr bewegungsfreudig sind und auch sehr gerne fliegen, benötigen sie eine entsprechend große Voliere. Die meisten der im Zoohandel angebotenen Käfige sind viel zu klein, so dass die Vögel darin nicht artgerecht gehalten werden können. Am Besten ist es sich unter fachkundiger Beratung eine eigene Voliere zu bauen, noch glücklicher sind die Vögel, wenn sie von einem Innenraum in eine Außenvoliere gelangen können. Fühlen sich die munteren Artgenossen wohl, so ist es eine wahre Freude sie zu beobachten.

Ungünstig ist dagegen ein Freiflug im Zimmer für Zebrafinken. Die zierlichen Vögel können sich durch ihre geringe Körpergröße leicht hinter Möbelstücke verfliegen und sich dort verletzen. Zebrafinken sind keineswegs so anhänglich wie Wellensittiche. Dies sollte man bei der Anschaffung bedenken Wer also kein Kuscheltier sucht, sondern den Vogel im sozialen Leben mit seinen Artgenossen beobachten möchte, für den sind Zebrafinken bei artgerechter Haltung ein Naturerlebnis. Sie kreischen nicht so laut wie Wellensittiche, sind aber untereinander sehr „geschwätzig“.

In ihrer Heimat Australien ernähren sich die Vögel vor allem von verschiedenen Samen. aber auch von Insekten, die sie im Flug erbeuten. Es gibt spezielle Futtermischungen für Zebrafinken zu kaufen, allerdings sollte den Vögeln auch immer wieder frische Nahrung angeboten werden, wie Löwenzahn, Vogelmiere oder Gurke. Dabei sollte natürlich auf eine möglichst geringe Schadstoffbelastung Wert gelegt werden. Sehr beliebt bei den Tieren ist auch die Kolbenhirse,aus der sie selber die Körner herauspicken können. Unverzichtbar als Verdauungshilfe sind Sand und Vogelgrit, welche auch in geringen Maßen Mineralstoffe enthalten.

Da Zebrafinken in ihrer natürlichen Heimat oft großen Hitzeperioden und Trockenheit ausgesetzt sind, brüten diese munteren Gesellen, sobald sie gute klimatische Bedingungen vorfinden. So kann man bei diesen Vögeln fast ganzjährig das faszinierende Balz-und Nistverhalten beobachten.
Wer also Freude daran hat, Tiere in ihrer möglichst natürlichen Umgebung zu beobachten, dem wird die Haltung einer kleinen Zebrafinkengruppe viele unterhaltsame und spannende Stunden verschaffen.



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